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Schloss Habsburg - Stammsitz einer Dynastie
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Über die Gründung der Habsburg
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"Habsburg" - die Herkunft eines Namens
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Havichsberch“, „Havekhesperch“ oder „Habichsburch“: Der Name „Habsburg“ taucht in den frühen Urkunden in sehr unterschiedlichen Schreibweisen auf. Woher der Name stammt ist unklar, doch es gibt verschiedene Vermutungen.
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Der Legende gemäss soll der Name so entstanden sein: Während eines Jagdausflugs soll Radbot, der Erbauer der Burg den Ort „Habichtsburg“ genannt haben, nachdem sich ein Falke (zur Familie der Habichte gehörend) auf dem Gemäuer niedergelassen hatte.
Weniger malerisch aber dafür wahrscheinlicher ist die Annahme, dass eine Beziehung zwischen dem Namen Habsburg und der ehemaligen Landestelle für den Schiffsverkehr in Altenburg bei Brugg besteht. Eine solche Landestelle hiess altdeutsch „Haw“ oder „Hab“. Daraus soll die Bezeichnung „Habsburg“, das heisst Burg an der Hab, entstanden sein.
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 Foto: © Kantonsarchäologie Aargau Ausschnitt aus der grossen Zürcher Landkarte von Hans Konrad Gyger (1667). Rechts unten die Habsburg, in der Mitte die Stadt Brugg, oben das Kloster Königsfelden.
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Argumente zur Gründung einer Burg
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Die Forschung des frühen 19. Jahrhunderts nahm an, dass die Habsburg 1020 als militärischer Stützpunkt von Radbot und seinem Schwager, Bischof Werner von Strassburg anlässlich der Verteidigung ihrer Territorien erbaut wurde. Dies wegen der unruhigen Zeiten der Kämpfe der alemannischen Grossen gegen Burgund. Das stimmt wohl nicht, denn erstens liegt die Burg dafür zu weit im Hinterland, zweitens kam eine Sperrfunktion der Strassen bei der Lage der Burg nicht in Betracht. Drittens hat die neuere Forschung gezeigt, dass alle frühen Adelsburgen in unserem Land ausserhalb der Siedlungszone auf Rodungsland liegen, so auch die Habsburg. Die Adligen errichteten in diesen neu kolonialisierten Gebieten ihre Herrschaftszentren von denen aus der hochmittelalterliche Landausbau weiter vorangetrieben werden konnte. Die unruhigen Zeiten konnten durchaus den äusseren Anstoss zum Bau einer Burg liefern. Die tieferen Gründe dafür sind aber fast immer im Herrschaftsanspruch des Gründers und der Kolonisation des Landes, also dem Ausbau der Macht, zu suchen. Die Bedeutung einer Burg als Statussymbol ist nicht zu unterschätzen. Die Habsburger zählten zweifellos bereits zu Anfang des 11. Jahrhunderts zu den mächtigsten Grundherren des Aargaus.
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Im Zug der Kolonisation des Eigenamtes (das Gebiet zwischen Aare, Reuss und Kestenberg sowie südlich davon die Gegend um das Kloster Muri) und im Zusammenhang der Gründung des Klosters Muri, errichtete der Frühhabsburger Radbot um 1020/30 die Habsburg.
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Wohlhabende Burggründer
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Die monumentale Steinbauweise der Burg unterstrich den Reichtum und Einfluss der Frühhabsburger, denn die Bauten Adelsburgen jener Zeit bestanden üblicherweise aus Holz. Erst im späten 11. Jahrhundert setzt die Steinbauweise ein und treten Wohntürme aus Stein auf. Burgen von weniger begüterten Adligen bestanden noch bis ins 12. und 13. Jahrhundert aus Holz. Monumentale Bauformen gehen in der Regel nicht weiter als bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Vor diesem Hintergrund betrachtet, ist die Habsburg eine frühe Steinburg mit besonders repräsentativen Bauformen. Die bereits im frühen 11. Jahrhundert entstandene Anlage erstaunt durch die Geschlossenheit der Vorderen Burg, die dem Gebäude eine monumentale Prägung verlieh, die bei anderen zeitgenössischen Burgen der Schweiz noch weitgehend fehlte. Besonders sticht dabei der Kernbau aus der Gründungszeit hervor. Auf der Lenzburg, dem Sitz der Grafen des Aargaus, entstand ein vergleichbares Bauwerk erst 80 Jahre nach Errichtung des Kernbaus auf der Habsburg.
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Schloss Habsburg - Stammsitz einer Dynastie:
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> Eine Rekonstruktion der Doppelburg
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> Die Habsburg von 1020 bis heute
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> Steinzeitliche und römische Funde
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> Mittelalterliche Funde
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> Die gehobene Lebensweise des Adels
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> Die Frühhabsburger
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> König Rudolf I von Habsburg
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> Weiterführende Literatur
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