Brugg - Infos & News
Schloss Habsburg - Stammsitz einer Dynastie
Schloss Habsburg - Rekonstruktion 

Foto: © Kantonsarchäologie Aargau
Rekonstruktionsversuch: Habsburg in der 2. Hälfte des 13. Jh. (Parallelperspektive)
 
 

 
   
Grosses mehrgeschossiges Steinhaus aus der Gründungszeit der Habsburg 1020/30 auf dem höchsten Geländepunkt im Osten der Anlage. Dieses Gebäude bildete anfänglich ohne Annexbauten den Kern der Vorderen Burg. Der Kernbau verfügt über beträchtliche Ausmasse (18,5 x 13,2m, Mauerdicke 1,9m) und übertrifft damit an Grösse alle zeitgenössischen Burgbauten in der Region Brugg, Aarau und Lenzburg. 
 
 
 

 
   
Östliche Ringmauer, Ostturm, Latrine und Zwinger sind Bauten des letzten Drittels des 11. Jh. Die Burg erhält durch die Geschlossenheit der Bauweise eine monumentale Prägung, die den zeitgenössischen Schweizer Burgen jener Zeit noch weitgehend fehlt. Wie beim Steinhaus (Nr.1) wurde massiv gebaut. Die Wände des Ostturmes sind nahezu zwei Meter dick. Im Ostturm wurden römische Architekturelemente verbaut, die man sich wohl in den Ruinen des römischen Legionslagers Vindonissa beschafft hatte. 
 
 
 

 
   
An der Stelle wo heute noch der Burgweg in den Burghof mündet, befand sich gemäss archäologischem Befund und der Überlieferung das Burgtor. 
 
 
 

 
   
Im späten 11. Jahrhundert werden der Nordturm der Vorderen Burg und die nördliche Ringmauer gebaut. 
 
 
 

 
   
Im Burghof dürfte, nach einem Aquarell von Hans Ulrich Fisch I von 1634, die Burgkapelle gestanden haben. Dieser zweigeschossige Sakralbau scheint, wenn die Zeichnung Fischs nicht trügt, in einer älteren Gebäuderuine und unter Einbezug deren Mauern errichtet worden zu sein. 
 

Foto: © Kantonsarchäologie Aargau

Kurze Zeit danach muss die Kapelle abgerissen worden sein, denn auf dem Bild von Albrecht Kauw von 1675 ist sie nirgends mehr zu sehen. 
 
 
 

 
   
Ab 1200 verlagert sich die Bautätigkeit auf der Burg endgültig nach Westen. Die heute noch erhaltene Hintere Burg ist eine in sich geschlossene Burganlage mit Innenhof. Der kleine Turm gilt als das älteste heute noch erhaltene Bauwerk der Hinteren Burg. Sein kleinsteiniges Mauerwerk, die geringe Mauerstärke und die bescheidene Grundfläche ermöglichen es, ihn ins späte 11. oder frühe 12. Jahrhundert zu datieren. 
 
 
 

 
   
Der viergeschossige Megalithturm stammt aus dem frühen 13. Jh., wurde früher aber oft in die Gründerzeit der Burg datiert. Dies vor allem, wegen seinem grob wirkenden Mauerwerk aus mächtigen behauenen Kalksteinblöcken. Heute ist bekannt, dass Megalithmauerwerk erst im ausgehenden 12. Jh. aufkam und vor allem in der ersten Hälfte und Mitte des 13. Jh. bei uns weite Verbreitung fand. Das Gebäude diente als Wohnturm. 
 
 
 

 
   
Der dreigeschossige Palas wurde vermutlich erst im späteren 13. oder 14. Jh. erbaut. Durch die Nutzung des Gebäudes als Restaurationsbetrieb haben die Räume entsprechende Umbauten erfahren. Der Palas ist auch das Gebäude auf der Habsburg, welches bereits im 16. Jh. einer gründliche Erneuerung unterzogen wurde. Die Kosten für seine Renovation im Jahr 1559 dürften fast den Kosten für einen Neubau gleichgekommen sein. 
 
 
 
 
 

 
   
Der Burghof der Hinteren Burg wurde 1594 zu einem zusätzlichen Wohntrakt ausgebaut. Dies musste 1850 wieder rückgängig gemacht werden, da sich die ganze Hintere Burg in einem ruinösen Zustand befand. 1866/67 liess der Kanton Aargau der Habsburg eine gründliche Renovation angedeihen. 
 
 
 

 
   
Im Nordhang besteht eine heute kaum mehr sichtbare Ringmauer aus Megalithmauerwerk. Die Mauer endet in einem Flankierungsturm. Von hier aus dürfte eine nach Süden führende Mauer den Berggrat nach Süden abgeriegelt haben. Ringmauer und Flankierungsturm stehen wohl mit dem Ausbau der Habsburg nach Westen in Zusammenhang, der ins frühe 13. Jh. zu datieren ist. 
 
 
 
Schloss Habsburg - Stammsitz einer Dynastie
> Über die Gründung der Habsburg
> Die Habsburg von 1020 bis heute
> Steinzeitliche und römische Funde
> Mittelalterliche Funde
> Die gehobene Lebensweise des Adels
> Die Frühhabsburger
> König Rudolf I von Habsburg
> Weiterführende Literatur


Seitenanfang | Homepage | Kontakt
Brugg-Online: Ein Produkt von Infofactory / Webdesign, Homepage für Kleinunternehmen
Content Management System (CMS): Modulpark - Homepage selber pflegen - für Kleinunternehmen (KMU)
© by Infofactory 1997 - 2010