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Schloss Habsburg - Stammsitz einer Dynastie
Schloss Habsburg - Chronologie 
1020/30
Die Habsburg wird auf dem Wülpelsberg vom Frühabsburger Radbot errichtet. 
 
Um 1070
Die Anlage wird zu einer Doppelburg ausgebaut mit je einem Schwerpunkt im Osten (Vordere Burg) und im Westen (Hintere Burg). Der grosszügige Ausbau legt nahe, dass die Habsburg der bevorzugte Sitz der Familie gewesen sein dürfte. 
 
Um 1100
Otto II nennt sich als erster seiner Familie nach der Habsburg. Die Familie besitzt nun den Grafentitel im Elsass. 
 
12. Jh.
Es entsteht unter anderem eine Kapelle auf der Burg. Ein bedeutender Aufstieg der Habsburger ist nach dem Austerben der Linie der Grafen von Lenzburg (1172/73) zu verzeichnen. Aus dem Erbe der Lenzburger fielen den Habsburgern das Grafenamt im westlichen Zürichgau und im Frickgau zu, dann die Vogtei über das Frauenstift Säckingen und die lenzburgischen Eigentümer im südlichen Aargau und der Innerschweiz. 
 
1200
König Philipp überträgt Rudolf II von Habsburg das hochbedeutende Grafenamt im Aargau. Dies mag den zusätzlichen Ausbau der Habsburg im Westen bewirkt haben, denn der traditionelle Sitz der Aargauer Grafen befand sich auf der Lenzburg, welche damals aber in staufischem Besitz war. 
 
1230
Als Residenz ist die Habsburg für das schnell aufsteigende, seit 1278 immer mehr im Osten engagierten Dynastie der Habsburger nicht mehr geeignet. Der Sitz wird an Dienstadelige verliehen. Das vordere Burglehen geht an die Herren von Wülpelsberg, das hintere an die Truchsessen von Habsburg-Wildegg. 
 

 
   
1256
soll sich Graf Rudolf IV von Habsburg (der spätere König Rudolf I von Habsburg) das einzige Mal auf der Habsburg aufgehalten haben. Dies wegen einer Amtshandlung. Als bevorzugter Wohnsitz von König Rudolf (1218-1291, König seit 1273) sind Brugg und der Stein zu Baden belegt. 
 
1400
Nach dem Aussterben der Geschlechter von Wülpelsberg und Habsburg-Wildegg übernehmen die Herren von Wohlen das Lehen und vereinigen es. 
 
1415
wird der Aargau von den Bernern erobert. Auch die Habsburg wird belagert. Henmann von Wohlen kapituliert und anerkennt die Lehenshoheit von Bern. So kann er seinen Besitz ohne Verluste erhalten. 
 
1420
gelangt die Burg in den Besitz der Herren von Greifensee. 
 
1457
erwirbt der Kanton Bern die Habsburg. 
 
1469
Die Burg wird von der Familie Segesser, welche sie 1462 erwarb, an das Kloster Königsfelden weiterverkauft. 
 
1528
Das Kloster Königsfelden wird im Zug der Reformation aufgehoben. Die Habsburg geht zurück an Bern. Zu jener Zeit ist die Burganlage bereist zu zwei Dritteln zerfallen, die Vordere Burg ist überhaupt nicht mehr bewohnbar. 
 
1559
Nach fast drei Jahrhunderten ohne grössere Bautätigkeit schreitet Bern zu den dringend gewordenen Sanierungsmassnahmen der Hinteren Burg. 
 
1680 Die Ruine der Vorderen Burg wird geschleift. Die Hintere Burg befindet sich bis ins 18. Jahrhundert in einem beklagenswerten Zustand. 
 
1804
Der Kanton Aargau erwirbt die Ruine. 
 
1866/67
gründliche Renovationen der Burg durch den Kanton Aargau, es entsteht unter anderem ein neues oberstes Geschoss mit Zinnenkranz auf dem grossen Wohnturm. 
 
1947/49
Erneuerung der Innenräume. 
 
1978-83
Ausgrabung und Konservierung der Ruinen der Vorderen Burg durch die Kantonsarchäologie Aargau. Bauarbeiten zur Erweiterung eines Reservoirs (entstanden 1908) ermöglichen die Rekonstruktion und Erforschung dieser Ruinen. 
 
1994/95
erneute Ausgrabungen der Kantonsarchäologie Aargau im Burghof, ausgelöst durch für den Restaurationsbetrieb bestimmte unterirdische Bauten. 
 
 
 
Schloss Habsburg - Stammsitz einer Dynastie
Über die Gründung der Habsburg
> Eine Rekonstruktion der Doppelburg
> Steinzeitliche und römische Funde
> Mittelalterliche Funde
> Die gehobene Lebensweise des Adels
> Die Frühhabsburger
> König Rudolf I von Habsburg
> Weiterführende Literatur


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