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Schloss Habsburg - Stammsitz einer Dynastie
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Die Frühhabsburger
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Die Herkunft der Frühhabsburger liegt weitgehend im Dunkeln. Hier werden wichtige Vertreter dieser Dynastie vorgestellt.
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 Das Reich des "armen Grafen" Rudolf von Habsburg war kein geschlossenes Herrschaftsgebiet.
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Über die Herkunft, gesellschaftliche Stellung, Bedeutung und Genealogie der Familie Habsburg ist bereits eine kleine Bibliothek verfasst worden. Trotz der Bemühungen der Historiker, welche die dürftigen Schriftquellen weitgehend ausgeschöpft haben, ist manches im Dunklen geblieben oder hat zu gegensätzlichen Ansichten geführt. In diese Lücke tritt der archäologische Befund, der zwar nichts zur Bereinigung der Genealogie oder der Herkunft der Frühhabsburger beitragen kann, jedoch richtungsweisende Schlüsse zur Stellung und Bedeutung der Familie zulässt.
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 Foto: © Kantonsarchäologie Aargau
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Als Stammvater des Geschlechts derer von Habsburg wird Guntram der Reiche genannt. Dieser wird von den meisten Forschern als Feudalherr, der Mitte des 10. Jahrhunderts lebte, identifiziert. Sein Besitz war über das Elsass, den Breisgau und im Gebiet der heutigen Schweiz verteilt. Guntram leitete seine Abkunft auf einen gewissen Eticho, einem Vornehmen aus alemannischem Stamm, der 590 n. Chr. starb, ab. Trifft dies tatsächlich zu, so stammen die Habsburger von der fränkischen Herzogenfamilie der Etichonen ab. Diese Abstammung blieb zwar in der Forschung nicht unbestritten, ist aber heute mehrheitlich akzeptiert. Fest steht, dass die Frühhabsburger sowohl im Elsass und im Breisgau, wie auch im Aargau, Zürichgau und Frickgau über umfangreichen Streubesitz verfügten. Als wichtigstes Zentrum der Habsburger im Aargau ist der Besitz zwischen Aare, Reuss und Kestenberg zu nennen, wo Radbot 1020/30 die Habsburg erbauen sollte. Eine weitere Güterkonzentration ist im unteren Reusstal im Raum Bremgarten fassbar. Von hier aus lässt sich bereits für Kanzelin, den Vater Radbots und Rudolfs, ein Ausbau der Grundherrschaft im oberen Freiamt (Muri) feststellen.
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Der Besitz der Familie wurde nach Kanzelins Tod unter seinen Söhnen Radbot und Rudolf, den Enkeln Guntrams, aufgeteilt. Rudolf erhielt die Güter im Breisgau, Elsass und Frickgau, Radbot die Besitzungen im Aargau und Zürichgau. Radbot nahm nach dem Tod seines Vaters Kanzelin in Muri Wohnsitz. Dass die beiden Brüder Rudolf und Radbot in ihrem Gebiet zu den mächtigsten Grundherren gehörten lässt sich unter anderem aus der Stiftung der Klöster Muri (1027 durch Radbot) und Ottmarsheim (1030 durch Rudolf) ableiten. Noch deutlicher hervorgehoben wird die Stellung der Frühhabsburger durch Radbots Heirat mit Ita von Lothringen, die dem französischen Hochadel entstammte.
Ob Radbot bereits den öffentlich-rechtlichen Grafentitel trug scheint zumindest fraglich. Bei vielen Chronisten herrschte die Tendenz, die Titel ihrer Zeit auch den früheren Vertretern des Geschlechts zuzuschreiben. Die 1020/30 von Radbot gegründete und um 1070 grosszügig ausgebaute Burganlage unterstrich durch ihre repräsentativen Bauformen die bedeutende Stellung der Familie Habsburg bereits zu dieser frühen Zeit.
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Um 1100 nannte sich Otto II als erster des Geschlechts Graf von Habsburg, nämlich nach Erlangen des Grafenamtes im Oberelsass. Im Aargau stand die Familie vorerst noch im Schatten mächtiger Dynastien. Die Habsburger sollten aber 1173 vom Aussterben der Lenzburger profitieren. Aus deren Erbe fiel den Habsburgern das Grafenamt im westlichen Zürichgau und dasjenige im Aargau zu.
Die frühen Habsburger waren keine armen Grafen, die von der Legende zu bescheidenen Aufsteigern stilisiert wurden, sondern sie gehörten zu den Mächtigen und Reichen des alten Europa.
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Schloss Habsburg - Stammsitz einer Dynastie
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> Eine Rekonstruktion der Doppelburg
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> König Rudolf I von Habsburg
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